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Artlab EPFL

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Der Pavillon Artlab fasst mehrere Pavillons des EPFL unter einem Dach zusammen. Das Projekt ist vom japanischen Architekten Kengo Kuma, Preisträger eines Wettbewerbs im Jahr 2012, entwickelt worden.

Das zusammenfassende Dach ist mehr als 230 m lang. Es ist mit schwarzem Schiefer gedeckt, weil es an die einheimischen Steinkonstruktionen erinnern soll. Das Dach ist so lang, dass es fast eine dramatische Dimension annimmt. Diese Übertreibung schafft durch die verschiedenen Dachschrägen einen Kontrast zwischen der Tradition der Steindächer und der heutigen noch weiter reichenden Vorstellung

Dieser Kontrast kennzeichnet auch die tragende Konstruktion. Diese besteht aus einfachen Einfassungen (Zahl 56, Abstand 3,80 m). Jede Einfassung hat aber eine andere Form wegen der verschiedenen Dachschrägen und auch, weil die Breite der Pavillons zwischen 6 und 16 m liegt. Diese variable Geometrie setzt moderne Bautechniken voraus, insbesondere eine Anwendung der 3D-Geometrie nach BIM.

Wegen der vorgeschlagenen Architektur ist eine hybride tragende Konstruktion entwickelt worden. Sie ist gekennzeichnet durch eine zentrale Einfassung aus geleimtem Lamellenholz, die von einem Rahmen aus perforiertem Stahlblech bedeckt ist. Die beiden sind verleimt und mit Hilfe von auf den Stahlblechen festgeschweissten Metallzapfen verbunden worden.

Diese Hybridkonstruktion ist deswegen interessant, weil die Breite der Einfassungen konstant bleibt. Es ist die Dicke der Metallscheiben, die sich je nach Tragweite der Einfassung ändert ; je grösser die Tragweite ist, desto mehr nimmt die Dicke der Metallbleche zu. Bei den Teilen der Konstruktion, die sehr belastet sind – z.B. bei den äusseren Passagen – sind die Konstruktionen prinzipiell aus Stahl. Dadurch entsteht vom Inneren der Pavillons aus ein homogenes Aussehen der Einfassungen. Ausserdem haben alle Dach- und Fassadenelemente zwischen den Einfassungen dieselbe Abmessung, sie sind standardisiert und deshalb ökonomisch interessant.

Das nördliche Dach ist eine Besonderheit, denn es bildet das Eingangstor. Es ist als freitragendes Vordach geplant, das schräg und asymmetrisch ist: eine dreidimensionale gefaltete Konstruktion aus Massivholz, das durch mit Epoxidharz versiegelte Stahlstangen verstärkt wird. Die vertikale Verschiebung des nördlichen Dachendes ist während des Baus gemessen worden, sie entspricht den Werten eines Modells der fertigen Elemente.

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Lausanne (VD)

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